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Licht im Hotel und Restaurant

Ausgangslage

Mit Licht wird die richtige Ambiance im Hotelzimmer, in der Lobby aber auch ganz besonders im Restaurant geschaffen. Die richtige Lichtstimmung ist entscheidend für den Erfolg eines Hauses.

Licht ist ein entscheidender Faktor; aber auch ein kostspieliger. Die Stromkosten für das Licht sind nicht vernachlässigbar. Es muss davon ausgegangen werden, dass die Stromkosten für das Licht pro Hotelzimmer und Jahr über Fr. 500.- betragen.

Im Restaurant entfällt ein grosser Teil der Energiekosten auf den Strom. Der grösste Stromverbrauch findet in der Küche statt. Aber auch die Beleuchtung beansprucht einen nennenswerten Teil: Die Beleuchtung ist für rund 15% der Stromkosten verantwortlich.

In einem Restaurant liegt der durchschnittliche Stromverbrauch für die Beleuchtung bei rund 50 KWh/m2/a. Dies bedeutet, dass bei einem Restaurant mit einer Grösse von 150m2, Stromkosten in der Höhe von Fr. 1500.- pro Jahr anfallen.

Die aufgeführten Zahlen sind Durchschnittswerte. Sie müssen für den einzelnen Betrieb validiert werden. Es zeigt sich aber, dass der Kostenaufwand für die Beleuchtung so gross ist, dass es sinnvoll ist, sämtliche Einsparungsmöglichkeiten auszuschöpfen.

 

Grundsätzliche Regeln

Durch den Einsatz der modernen Beleuchtungstechnologie (LED-basierende Leuchten) kann substantiell Strom eingespart werden. Grundsätzlich besteht ein Einsparpotential von über 50%.

Die Einsparung kann nochmals erhöht werden, indem die Beleuchtungsanlagen mit Sensoren ergänzt werden. Im einfachsten Fall werden in allen Nebenräumen, Korridoren und Treppenhäuser Bewegungsmelder installiert.

Achtung: In vielen Räumen im Bereich des Hotels und der Gastronomie spielt die Lichtqualität (Farberkennung) eine zentrale Rolle. Besonders bei kostengünstigen LED-Lichtquellen ist die Farbwiedergabe sehr schlecht und die Farben verlieren an Leuchtkraft. Damit wird die Attraktivität des Raumes oder der Speisen substantiell reduziert. Es ist ratsam einen Licht-Fachmann zur Beratung beizuziehen.

 

Licht im Hotelzimmer

Ein Hotelzimmer wird häufig multifunktionell benützt. Nicht nur gedämpftes, gemütliches Licht, sondern auch helles und gutes Licht fürs Lesen und Arbeiten ist nötig. Ganz besonders ist dies wichtig für ältere Gäste, welche aufgrund schlechterer Augenempfindlichkeit ein höheres Lichtniveau benötigen. Deshalb sollte die Beleuchtung den verschiedenen Bedürfnissen angepasst werden können.

Alle Lichtquellen sollten aus diesem Grund gedimmt werden können. Allerdings muss die Bedienung einfach verständlich sein und intuitiv von allen Gästen bedient werden können.

Für eine hohe Lichtqualität soll im Bereich des Ankleidebereichs wie auch im Badezimmer ein Farbwiedergabewert von mindestens Ra 90 gewählt werden.

Im Bereich des Schreibtisches sollte eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux erreicht werden.

Häufig sind die bestehenden Leuchten noch mit Temperaturstrahlern (Glühlampen und Halogen-Glühlampen) ausgerüstet.
Ein Ersatz dieser Leuchtmittel durch Retrofitlampen sollte dringend geprüft werden.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit lassen sich die Stromkosten so mit wenig Aufwand deutlich reduzieren.

 

Licht in der Lobby

Der erste und häufig auch wichtigste Eindruck eines Hotels entsteht beim Betreten der Lobby. Hier ist kreatives Licht sehr hilfreich um einen attraktiven Eindruck zu hinterlassen.

In der Lobby werden viele administrative Arbeiten erledigt. Das Beleuchtungsniveau sollte darauf Rücksicht nehmen.
Die Bereiche, in denen geschrieben wird (Empfangstheke, Schreibtische, Sitzgruppen etc.) sollten unbedingt eine Beleuchtungsstärke von mindestens 500 Lux aufweisen.

Auch die Farbwiedergabe darf nicht ausser Acht gelassen werden. Ein Ra von 80 ist dabei die Mindestanforderung.

Das Licht im Empfangsbereich brennt häufig 24 Stunden pro Tag.
Eine energiesparende LED-Beleuchtung ist daher besonders hier empfehlenswert.

Bestehende Leuchten und Lichtquellen sollten dringend untersucht werden. Mit hoher Wahrscheinlichkeit können solche Anlagen mit geringem Aufwand saniert werden, und das eingesetzte Kapital wird in kurzer Zeit durch die tieferen Stromkosten kompensiert.

 

Licht im Treppenhaus und in den Fluren

In vielen Hotels wird das Treppenhaus nur selten benützt. Es ist deshalb sinnvoll, die Anwesenheit von Personen mit Sensoren zu erfassen und das Licht entsprechend automatisch ein- und auszuschalten.

Auch in den Korridoren sind Sensoren sehr effizient. Bei Anwesenheit von Personen wird das Licht auf die maximale Leistung hochgefahren und bei Abwesenheit kann es stark gedimmt werden. Damit kann auf das Sicherheitsbedürfnis der Gäste Rücksicht genommen werden und trotzdem der Stromverbrauch optimal reduziert werden.

 

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